Berufsunfähigkeitsversicherung

Hierzulande spielt die Absicherung von Risiken eine große Rolle. Das ist grundsätzlich auch gut so. So ist das Auto zum Beispiel in der Regel mit einer Vollkaskoversicherung geschützt. Auch der eigene Hausrat wird gut behütet und meist gründlich versichert. Handelt es sich jedoch nicht um Sachwerte, die versichert werden sollen, dann vernachlässigen viele die Absicherung von Lebensrisiken. Ein möglicher Todesfall der eigenen Person beispielsweise oder auch die Möglichkeit einer Berufsunfähigkeit im Laufe des Lebens scheinen für viele Menschen eine nur untergeordnete Rolle zu spielen. Trotz eines sonst sehr sorgsamen Umgangs bezüglich der Absicherung von Risiken werden diese Themen von vielen Deutschen scheinbar ausgeblendet.

Dabei sollte vor allem das als letztes genannte Risiko – das Risiko einer Berufsunfähigkeit – von niemandem außer Acht gelassen werden. Denn die Arbeitskraft ist praktisch das Wertvollste, das einem Angestellten zum Erwerb seines Lebensunterhaltes zur Verfügung steht. Rechnet man das im Laufe des Lebens zu erwartende Gesamteinkommen einmal auf, dann wird der Wert der persönlichen Arbeitskraft deutlich. Oftmals geht es um Summen, die an eine Million Euro grenzen oder gar darüber hinaus gehen. Im Fall einer Berufsunfähigkeit würde das zukünftige Einkommen wegfallen, was nicht selten dazu führt, dass Betroffene zum Sozialfall werden. Die Folge ist ein finanzieller Abstieg. Und das Risiko ist statistisch nicht so gering, wie die meisten Menschen vielleicht denken. Vor allem die Zahl von psychischen Erkrankungen durch einen steigenden Leistungsdruck im Berufsleben nahm in den letzten Jahren deutlich zu. Meist führen genau diese Erkrankungen langfristig dazu, dass der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Doch auch Unfälle können das zur Folge haben.

Um sich gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit zu schützen kann eine so genannte Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert zu, dass im Versicherungsfall eine festgelegte monatliche Rente zur Verfügung steht. Die Höhe dieser Rente kann vom Vertragsinhaber gewählt werden und wird bereits bei Vertragsabschluss festgelegt. Zudem wird eine Gesamtdauer der Berufsunfähigkeitsversicherung vereinbart. Diese Laufzeit sollte im Idealfall bis zum voraussichtlichen Rentenalter des Versicherten reichen, kann jedoch auch kürzer gestaltet werden. Die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt den Vertragsinhaber für diesen Zeitraum. Tritt der Versicherungsfall ein, dann zahlt die Versicherung bis zum Ende der Versicherungsdauer.

Der Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung orientiert sich am Risiko das der Versicherer eingeht. So erhöhen beispielsweise eine höhere monatliche Rente im Schadensfall und eine längere Laufzeit der Berufsunfähigkeitsversicherung den zu zahlenden Beitrag. Auch der ausgeübte Beruf und das Alter des Vertragsinhabers zum Zeitpunkt des Abschlusses sind von entscheidender Bedeutung für die Beitragsberechnung. Wichtig: Wer seine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits möglichst jung abschließt, der zahlt insgesamt deutlich weniger. Aufgrund des später statistisch stark steigenden Risikos sind die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung für später abschließende Personen deutlich höher.

Fazit: Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zwar nicht zu den billigsten, jedoch auch eindeutig zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Viele unterschätzen das Risiko, später einmal berufsunfähig zu werden und schieben das Thema Berufsunfähigkeitsversicherung folglich vor sich her. Man sollte jedoch wenn möglich auf einen frühzeitigen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten um einen möglichst kostengünstigen Schutz zu erreichen. Zudem kann ein Onlinevergleich der Berufsunfähigkeitsversicherung helfen, preisgünstige Anbieter zu finden. Ohnehin sollte man sich vor Abschluss genau erkundigen.

 

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